Da möchte man kein Zeuge sein

2015-03-21-117Kammertermin vor dem Arbeitsgericht Aachen – Gerichtstag Düren. Das Gericht lädt für 12.45 Uhr. Die Parteien, die Rechtsanwälte und auch 3 Zeugen. Ein Zeuge kommt aus Münster.

Es ist der zweite Kammertermin. Im Gütetermin gab es keine Einigung, im ersten Kammertermin auch nicht. Deshalb die Beweisaufnahme mit den Zeugen. Gleichwohl ist das Gericht auch diesmal bemüht, die Parteien zu einem Vergleich zu bewegen. Intensiv bemüht. Sehr intensiv. Eine Stunde lang versucht das Gericht, die Parteien zu einem Vergleich zu prügeln bewegen. Es hilft nichts. Die Parteien finden nicht zusammen.

Jetzt steht die Zeugenvernehmung an. Eigentlich. Wäre da nicht das Gericht. Das Gericht tagt schon den ganzen Vormittag. Und das ohne Pause. Deshalb sieht sich das Gericht jetzt nicht mehr in der Lage, einer Beweisaufnahme mit 3 Zeugen zu folgen. Zu erschöpft.

Um 13.45 Uhr.

Die Sache wird vertagt, ohne die Zeugen zu hören. Wie gesagt, einer der Zeugen kommt aus Münster. 180 km hin, eine Stunde bei Gericht warten, nicht vernommen werden, unverrichteter Dinge 180 km zurück.

Da möchte man kein Zeuge sein.

3 Kommentare zu „Da möchte man kein Zeuge sein

  1. Das geht doch — ich musse 700Km anreisen, hab 3h gewartet in Moabit und konnte dann ungehört heimfahren – meine Aussage war immerhin noch in der Folgeinstanz von Interesse… Als Selbständiger ist sowas eine Katastrophe!

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