Murmeltier

Täglich grüßt das Murmeltier:

Versicherung kürzt.
Schepers klagt,
Versicherung zahlt.

Diesmal war es die COSMOS Versicherung. Und das gleich in zwei Verfahren.

Es gibt Spannenderes, als immer wieder mit den Versicherungen dieses (strafbare?) Klagepoker zu spielen. Aber immerhin gibt es für den Anwalt dann mehr Geld.

Ihr verärgert nicht den Anwalt, sondern Eure Kunden.

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2 Gedanken zu “Murmeltier

  1. Wieso denn das? Wenn eine Haftpflichtversicherung 100x versucht, sich vor der Zahlung zu drücken, und 50x Erfolg damit hat, weil der Unfallgegner nicht klagt, hat sie 50 zufriedene Kunden, denen dann auch eine Höherstufung bei den Beiträgen erspart bleibt.

      Sie täuschen sich. Die 50 Kunden, bei denen der Geschädigte nicht klagt, bekommen gar nichts von der Kürzung mit. Die Versicherungen informieren ihre Kunden nicht über den Verlauf der Regulierung. Die Höherstufung bleibt diesen Kunden nicht erspart, denn die Versicherung hat den Schaden ja zum Teil reguliert und nur einen Teilbetrag gekürzt.
      (C.S.)

    Und von den anderen 50 kann es den meisten egal sein.

      Sie unterschätzen die Wirkung einer Klage auf den Kunden. Er hat eine Versicherung abgeschlossen, die Beiträge pünktlich gezahlt und den Schaden seiner Versicherung ordnungsgemäß gemeldet. Er geht davon aus, daß die Versicherung jetzt alles regelt. Und dann klingelt es an der Tür, und der Postbote drückt ihm einen gelben Umschlag vom Gericht in die Hand. Das ist den 50 anderen alles andere als egal.
      Wie zum Beispiel in diesem Fall.
      (C.S.)

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  2. Inwiefern bekommt der Anwalt mehr Geld? Wird durch die anteilige Anrechnung der vorgerichtlichen Geschäftsgebühr auf die gerichtliche Verfahrensgebühr, diese nicht dadurch „aufgezehrt“, da der vorgerichtliche Gegenstandswert in der Regel weit höher ist, als der gerichtliche Gegenstandswert in Höhe der Kürzung? Legen es die Versicherungen nicht u.U. auch darauf an, dass die anwaltliche Motivation darunter leidet, dass es kein Mehrverdienst für das Klageverfahren gibt?


        Sorry, der Kommentar ist im Spam-Ordner hängen geblieben, deshalb wird er erst jetzt freigeschaltet.
        Bei der Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr wird die Geschäftsgebühr nur nach dem Gegenstandswert berechnet, der auch Gegenstand des gerichtlichen Verfahrens ist, vgl. Vorbemerkung 3 Absatz 4 Satz 5 VV RVG.
        Beispiel: Außergerichtlich geht es um 5.000,- €, Es werden 4.900,- € gezahlt, die restlichen 100,- € werden eingeklagt. Außergerichtlich ist eine Geschäftsgebühr aus 5.000,00 € angefallen. Bei der Anrechnung wird aber nur eine Geschäftsgebühr aus 100,- € berücksichtigt.
        (C.S.)

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