Bekommen statt zahlen

Die Versicherung will Geld vom Mandanten. 2.500,- €. Er hatte einen Unfall. Und danach hätte er Unfallflucht begangen, so die Versicherung. Deshalb wollen sie ihn bis 2.500,- € in Regreß nehmen.

Nach den Versicherungsbedingungen ist das grundsätzlich möglich (vgl. § 6 KfzPflVV).

Allerdings wurde das Strafverfahren gegen ihn letztes Jahr nach § 153a StPO eingestellt. Nachdem ich Akteneinsicht genommen habe, teile ich der Versicherung mit, daß dem Mandanten eine Unfallflucht nicht nachzuweisen ist. Seitdem habe ich von der Versicherung nichts mehr gehört. 3 Monate Schweigen, da kommt nichts mehr. Die 2.500,- € muß der Mandant nicht zahlen.

Meine Kosten übernimmt seine Rechtschutzversicherung (bis auf die Selbstbeteiligung).

Das Strafverfahren wegen Unfallflucht hatte ein anderer Kollege bearbeitet. Der Mandant versichert, den Kollegen über die Rechtsschutz informiert zu haben. Die Rechtschutz wurde nicht eingeschaltet.  Keine Ahnung warum. Der Mandant zahlte das Honorar aus eigener Tasch.

Die Abrechnung mit der Rechtsschutzversicherung hole ich jetzt für den Mandanten nach. Er erhält eine Erstattung von über 600,- €.

Anstatt 2.500,- € zu zahlen, bekommt er 600,- €. Es lohnt sich, einen Anwalt einzuschalten.

Zumindest dann, wenn es der Richtige ist. 😉

 

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