Nicht immer in die Mitte (FvA)

Das Motiv in der Mitte des Bildes ist praktisch. Da ist zu allen Seiten Platz, nichts wird abgeschnitten. Und das Meßfeld für den Autofocus ist auch noch in der Mitte. Da kann ja nichts mehr schief gehen.

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Doch, kann es. Das Bild kann langweilig werden. Positioniere das Motiv auch mal anders. Raus aus der Mitte.

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Zum Beispiel nach der Drittel-Regel. Wenn Du das Bild sowohl senkrecht als auch waagerecht in drei gleiche Teile unterteilst, erhälst Du 4 Schnittpunkte. Positioniere das Motiv mal auf einen dieser 4 Schnittpunkte. Oft ist es dort besser aufgehoben.

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Also:

Nicht immer in die Mitte!

Drumherum (FvA)

Beim Fotografieren achtest Du auf das Motiv. Schaut der Hund in die Kamera? Ist die Kirche ganz drauf? Hat Mama die Augen auf und lächelt schön? Ja, paßt. Und schon drückst Du den Auslöser.

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Wenn Du Dir das Bild später anschaust, stört irgendwas. Beim Hund ist die Rute halb abgeschnitten. Vor der schönen Kirche steht ein hässlicher Müllcontainer. Mama wächst ein Baum aus dem Kopf.

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Achte auch auf das Drumherum, bevor Du den Auslöser drückst. Ist da etwas Störendes? Achte auf den Vordergrund, den Hintergrund und auf die Ränder.

Achte auf das, was Du NICHT fotografieren möchtest!

Abhilfe ist schnell geschafft.

Bewege Dich!

Ein Schritt vor oder ein Schritt zur Seite, und schon ist der störende Akzent weg.

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Beim Fotografieren vielleicht übersehen, aber beim Betrachten des Bildes spring der Hydrant sofort ins Auge. Auch der Schaden (einer Laterne) am rechten Bildrand stört.

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Zwei Schritte nach vorne, und beides ist weg.

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Zwei Schritte zur Seite und im Hochformat fotografiert lassen die Mülltonne verschwinden.  Und der Blick durchs Tor wirkt auch besser (offener, mit mehr Tiefe).

Immer schön die Augen aufhalten. Auch beim Blick durch den Sucher.

Achte auf das, was Du NICHT fotografieren möchtest!

Und es hat zoom gemacht (FvA)

So ein Zoom-Objektiv ist praktisch. Ich kann entfernte Motive nah heranholen (Tele) oder breite Motive komplett aufs Bild kriegen (Weitwinkel). Oder ich zoome hin und her, bis ich den besten Bildausschnitt gefunden habe, ohne mich großartig bewegen zu müssen. Hast Du auch schon gemacht, stimmt´s? 🙂

Aber ein Zoom kann noch viel mehr. Oder besser: unterschiedliche Brennweiten können viel mehr. Die Brennweite (Weitwinkel oder Tele) hat große Auswirkung auf den Hintergrund. Ein Weitwinkel zieht den Hintergrund auseinander, schafft Tiefe. Ein Tele zieht den Hintergrund zusammen, verdichtet.

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Bei einem Weitwinkel wirkt das, was nah ist, deutlich größer als weit Entferntes. Mit dem Tele dagegen werden die Größenverhältnisse realistischer wiedergegeben.

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Du kannst mit einem Weitwinkel das Hauptmotiv genau so groß ablichten wie mit einem Tele. Du mußt nur näher ran ans Hauptmotiv.

Bewege Dich!

Dadurch ändert sich der Hintergrund und damit das gesamte Bild. Damit kannst Du die Bildwirkung extrem verändern. Also:

Brennweite bestimmt Hintergrund und Größenverhältnisse!