Sachverständigenhonorar: VKS/BVK schlägt VHV-Honorarrechner

Nach einem Verkehrsunfall gibt es immer mal wieder Streit um das Sachverständigenhonorar. In den letzten Jahren verstärkt. Vor 2 Monaten hatte ich diesem Thema einen umfangreicheren Beitrag gewidmet.

Die VHV-Versicherung verwendet zur Kürzung des Sachverständigenhonorars einen „SV-Honorar-Rechner“,
wobei mir völlig unklar ist, was das sein soll. Jedenfalls wird dann am Ende irgendwie ein Honorar ausgespruckt, das niedriger ist als das, was der Sachverständige dem Geschädigten in Rechnung gestellt hat. Und dann kürzt die VHV.

Und ich klage dann.

Das Amtsgericht Brühl findet deutliche Worte zu diesem Weiterlesen

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Darf es etwas weniger sein? (14)

XII. Lösungsansätze

Das Spannungsverhältnis, das durch den Interessengegensatz von Geschädigtem und Schädiger besteht (vgl. oben V.), wirkt sich auf die Erstattung der Sachverständigenkosten nach einem Verkehrsunfall aus. Dabei sind selbstverständlich die allgemeinen schadenersatzrechtlichen Regelungen zu beachten. Aber auch die Besonderheiten, die sich daraus ergeben, wie sich der Preis für ein Sachverständigengutachten bildet (vgl. oben VIII.4.), sind zu berücksichtigen.

Hierfür halte ich nachfolgende Lösungsansätze für geeignet:

1. Fehler des Sachverständigen

Soweit der Geschädigte bei der Erstellung des Gutachtens Weiterlesen

Darf es etwas weniger sein ? (13)

XI. § 287 ZPO in der Revision

Der Tatrichter ist bei § 287 ZPO besonders freigestellt. Schon BGH III ZR 9/50 spricht vom freien Ermessen des Gerichts und verweist auf die Rechtsprechung des Reichsgerichts. Und BGH VI ZR 176/67 formuliert:

Diese Vorschrift stellt den Tatrichter besonders frei.

Der Bundesgerichtshof stellt sein eigenes Ermessen nicht an die Stelle des Ermessens der Vorinstanz. Vielmehr wird in der Revision lediglich überprüft, ob gegen Denkgesetze verstoßen und ob Weiterlesen