1.000 € erpokert

Ich habe beim Pokern gewonnen. 1.000 €. Nicht für mich, sondern für den Mandanten. Diesmal will die Allianz Klagepoker spielen.

Es geht um Schmerzensgeld. Die leidige Geschichte mit den Formularen, die der Geschädigte ausfüllen soll. Anderenfalls könne die Versicherung nicht tätig werden. Und kein Schmerzensgeld zahlen. Schreibt die Versicherung.

Dann folgt die Klage gegen Halter und Fahrer. Immer wieder gerne.

Und dann zahlt die Versicherung.

Falls die Justiz überlastet sein sollte – es könnte am Pokern liegen.

 

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Murmeltier

Täglich grüßt das Murmeltier:

Versicherung kürzt.
Schepers klagt,
Versicherung zahlt.

Diesmal war es die COSMOS Versicherung. Und das gleich in zwei Verfahren.

Es gibt Spannenderes, als immer wieder mit den Versicherungen dieses (strafbare?) Klagepoker zu spielen. Aber immerhin gibt es für den Anwalt dann mehr Geld.

Ihr verärgert nicht den Anwalt, sondern Eure Kunden.

Glücksspiel ist strafbar. Klagepoker auch?

Die öffentliche Veranstaltung von Glücksspielen ist (unter bestimmten Voraussetzungen) strafbar, § 284 StGB.

Poker ist ein Glücksspiel.

Über den Klagepoker der Versicherungen hatte ich schon öfters berichtet (hier, hier, hier und hier). Ich bin nicht der Einzige, der damit so seine Probleme hat.

Rechtsanwalt Werner Siebers aus Braunschweig hat sich zu dem Thema Gedanken gemacht.

Kollege Siebers ist Fachanwalt für Strafrecht und TOP-Rechtsanwalt Deutschland 2014, 2015, 2016 und 2017: Strafrecht (Focus-Special TOP-Rechtsanwälte).

Er stellt die Frage, ob der Klagepoker gewerbsmäßiger Betrug ist.

Gegenargumente fallen mir auf Anhieb nicht ein…