Warum?

Mal wieder Klagepoker nach einem Verkehrsunfall. So wie hier, hier und hier.

Immer das Gleiche. Erst kürzen, dann kommt die Klage gegen den Halter oder Fahrer, dann wird sofort bezahlt. Diesmal war es die AXA.

Warum macht Ihr das?

Wollt Ihr bei allen unbeliebt werden?

Erst die Kürzung, da ist der Geschädigte auf Euch sauer. Wieso wird nicht alles gezahlt?

Dann kommt die Klage, und Euer Kunde ist auf Euch sauer. Wieso werde ich verklagt, ich habe doch alles meiner Versicherung gemeldet?

Nach der Klage kommt dann die Zahlung und das Gericht wird auf Euch sauer. Warum müssen wir hier einen Vorgang anlegen, wenn die Versicherung dann doch sofort zahlen will?

Und irgendwann werden die Aktionäre auf Euch sauer. Warum werden unnötige Kosten produziert, wenn dann doch anstandslos gezahlt wird?

Ich muß immer wieder an einen Mandanten denken, der in einem vergleichbaren Fall bemerkte: Ich stelle fest: als Nichtjurist bleibt das Rechtsgefüge erstaunlich rätselhaft.

Nicht nur das Rechtsgefüge! bleibt zu ergänzen.

Ausgebufft oder ausgeblufft?

Die Sache mit dem Klagepoker hatte ich schon das eine oder andere Mal thematisiert.

Auch bei diesem Verkehrsunfall geht es um nicht allzuviel Geld. Auch diesmal muß ich erst Klage einreichen. Dann geht es ganz schnell mit dem Zahlen.

Die Versicherungen mögen es einfach nicht, wenn sich die Klage gegen den eigenen Kunden richtet.

Trotzdem spielen sie immer wieder Klagepoker.

Ist das ausgebufftes Taktieren der Versicherung? Oder hat sich dieses Taktieren so weit rumgesprochen, daß die Versicherung damit ausgeblufft hat?

Was meint Ihr?

 

Sparsamer Direktversicherer

2015-06-09-062Dieser Direktversicherer ist sehr sparsam.

Er spart an der Anrede. Es reicht nur zu einem unpersönlichen Guten Tag. So eine Anrede kann ausreichen, um beim AG München ignoriert zu werden.

Er spart  an Zahlungen. Das führt zu einer Klage gegen seinen Versicherungsnehmer.

Und er spart an Fachwissen. Er schreibt mir:

Damit ist aus unserer Sicht alles getan, um die Klage zurückzunehmen.
Abschließend sichern wir Ihnen zu, keinen Kostenantrag zu stellen…

Die Klage richtet sich nicht gegen den Direktversicherer, sondern gegen seinen Versicherungsnehmer. Der Direktversicherer ist nicht Partei des Klageverfahrens. Wie will er da einen Kostenantrag stellen?

Schon vorher gab es juristisch Brilliantes: Weiterlesen