Kürzen kostet

Versicherungen kürzen Schäden. Das machen sie nicht selber, sondern beauftragen Kürzungsdienstleister.

Und die Kürzungsdienstleister kürzen nicht kostenlos.

Heute hat mir eine Versicherung versehentlich mitgeteilt, wieviel sie für die Kürzung bezahlt hat.

                                                                                                        55,- €.

Jetzt weiß ich auch, wie hoch die Kürzung mindestens sein muß, damit sich das Kürzungsgeschäft für die Versicherung lohnt. 😉

Gekürzt hat die Versicherung übrigens um 150,- €. Mal abwarten, ob es bei dieser Kürzung bleibt…

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Es wirkt

Die – noch ziemlich kleine – Klagewelle trägt erste Früchte. Eben ruft einer der Beklagten an und teilt mit, er werde überweisen. Wohlgemerkt er, nicht seine Versicherung.

Das kommt schon mal vor.

Und er weiß auch, wo er sich das Geld wiederholen kann. Irgendwo in Franken.

Daumenschrauben weiter angezogen

Die Kürzungsversuche der Versicherungswirtschaft gehen immer weiter. Bereits im Februar hatte das Kollege Joachim Otting prognostiziert.  Auf dem 3. Schadenkongress.

In den letzten Wochen häufen sich bei mir die Fälle, in denen die Versicherungen trotz Vorlage der Rechnung kürzen.

Es geht vor allem um Verbringungskosten, die von der Werkstatt in Rechnung gestellt, von der Versicherung aber nicht oder nicht in voller Höhe erstattet wurden.

Und es geht um Sachverständigenhonorar. Das Honorar dieses Sachverständigen wurde in den letzten Jahren so gut wie immer anstandslos erstattet. Jetzt nicht mehr. Dabei liegt er mit seinem Honorar am unteren Rand der VKS/BVK Honorarumfrage.

Auf diese Kürzungswelle folgt die Klagewelle. Das sieht dann in etwas so aus:

Die Klagen richten sich gegen Halter/Fahrer, nicht gegen die Versicherung. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Und  nein, ich verrate nicht, welche Versicherung aus Franken in der Liste 6x vertreten ist. 😉