Lohnend

Ein unterhaltsamer Nachmittag in Neu-Isenburg.

Verkehrsanwälte, Sachverständige und Werkstätten an einem Tisch, bzw. in einem Vortragssaal.

Es geht um Kommunikation mit dem Geschädigten. Es geht um Zusammenarbeit. Und es geht um Vernetzung.

Das Ganze garniert mit einem juristischen Vortrag von Joachim Otting. Sein Vortragsstil und sein Dialekt erinnern an Torsten Sträter, der Unterhaltungswert allemal. Und der Inhalt des Vortrages, perfekt auf die Zuhörer zugeschnitten. Auch nach vielen Jahren als Verkehrsanwalt lerne ich noch dazu.

Er hat sich gelohnt, der 3. Schadenkonkgress der Arge Verkehrsrecht

„Autoschaden gerecht – Werkstattfreundliches Schadenmanagement“

 

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Nachgekleckert – ohne Ruhm

Laut einer forsa-Umfrage unter Verkehrsanwälten hat sich das Regulierungsverhalten der Kfz-Haftpflichtversicherer in den letzten 5 Jahren deutlich verschlechtert.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat eine Stellungnahme zu dem Umfrageergebnis abgegeben, die ich für mißverständlich bis falsch halte.

Dort heißt es, die angebliche Verschlechterung in der Schadenregulierung sei keine Einschätzung der Versicherungskunden, sondern eine Einschätzung der Verkehrsanwälte.

Das ist zunächst einmal richtig, denn es wurden Verkehrsanwälte befragt, nicht die Versicherungsnehmer (VN), die die Kunden der Versicherung sind.

Es ergäbe (zumindest bei Kfz-Haftpflichtfällen) auch keinen Sinn, Weiterlesen

Nicht mit Ruhm bekleckert

Im Oktober hat man mich gefragt, wie es mit dem Regulierungsverhalten der Autoversicherer aussähe. Ich habe geantwortet. Und nicht nur ich, sondern über 1.000 weitere Verkehrsanwälte.

Das Ergebnis dieser forsa-Umfrage liegt jetzt vor:

Die Autoversicherer haben sich nicht mit Ruhm bekleckert.

Über 50 % der Befragten meinen, das Regulierungsverhalten habe sich in den letzten 5 Jahren deutlich verschlechtert.

Öfter (unberechtigte) Kürzungen bzw. Zurückweisung von Leistungen (54 %), längere Bearbeitungszeit (42 %), Einsatz von Verzögerungstaktiken (17 %) und Ignorieren der Rechtsprechung (13 %) sind einige der genannten Gründe.

Einen Artikel über die Befragung gibt es im Stern. Die detaillierte Auswertung kann man sich bei der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein herunterladen.

Laut Jörg Elsner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein, werde die Schadenregulierung bei den Versicherern heute nicht nach juristischen, sondern nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt, so der Stern.

Eine Einschätzung, die ich teile.

Und ein Grund mehr, sofort einen Anwalt einzuschalten, wenn es kracht.

Wie gesagt, die Autoversicherer haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Wahrlich nicht.